2026 - DÜKER BLICKT OPTIMISTISCH NACH VORN

Die Modernisierung des unterfränkischen Unternehmens ist auf Kurs - Mit Investitionen, altem und neuem Personal sowie großen Zielen.

„Natürlich gehen die aktuellen Krisen auch an uns nicht spurlos vorbei“, sagt Düker-CEO Oliver Kraxner. „Aber wir haben durch vorausschauendes Handeln die Basis für die derzeitige gesunde Entwicklung von Düker geschaffen.“

Düker hat sich gewandelt. Das ehemals auf Gießereiaktivitäten und eher einfache gusseiserne Produkte fokussierte Unternehmen hat sich weiterentwickelt. Das Produktportfolio wird komplexer. Düker steht weiterhin für nachhaltige, qualitativ hochwertige Produkte, wird aber noch innovativer. Die Weiterentwicklung des Produktportfolios, technischer Sachverstand, die Beratung von Kunden bei komplexen Problemstellungen rund ums Wasser und die Möglichkeit, schnell kundenindividuelle Lösungen für Kunden in den Bereichen Frisch- und Abwasser zu schaffen, sind die Basis für den aktuellen Erfolg. Die Bereiche Vertrieb und Technik wurden ausgebaut und neue Mitarbeiter hinzugewonnen. „Um unserem Anspruch, Lösungsanbieter zu sein, gerecht werden zu können, brauchen wir neue Kolleginnen und Kollegen mit neuen Kompetenzen und Erfahrungen“, so Kraxner. Allerdings bedeutete dieser Wandel auch eine Veränderung in den operativen Bereichen. Die Fertigungskapazitäten in Deutschland wurden angepasst und Personal abgebaut (die Main-Post berichtete). Auch bei Düker werden die Wertschöpfungsketten internationaler. „Das brauchen wir, um wettbewerbsfähig zu sein. Seit 2023 hat es keinen weiteren Personalabbau gegeben. Aktuell investiert Düker in die Expansion – international, aber auch in Deutschland“, betont Kraxner.

„Wir haben nicht nur neues Personal eingestellt, sondern auch für die Fertigungsbetriebe in Unterfranken Planungssicherheit geschaffen. Darüber hinaus haben wir eine langfristige Tarifbindung für Mitarbeiter in unseren Fertigungsbetrieben in Karlstadt und Laufach vereinbart und im letzten Jahr sogar Tochtergesellschaften, die bisher unter Tarifniveau gezahlt haben, in die Tarifbindung bringen können. Dies ist durch die gute Zusammenarbeit mit der IG Metall und dem Betriebsrat gelungen“, erläutert der CEO.

„Ein echter Erfolg in schwierigen Zeiten“, findet auch Percy Scheidler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Aschaffenburg. „Wichtig waren für uns neben den tariflich-planbaren Einkommen die langfristige Absicherung der Arbeitsplätze hier in der Region. Gerade in der Gießereibranche ist es uns wichtig, dass die Betriebe langfristig planen und in die unterfränkischen Standorte investieren. Hierfür gibt es bei Düker feste Zusagen in einem Zukunftstarifvertrag bis 2030.“

Und Düker zeigt, dass das Unternehmen es ernst meint: Das neue Emaillierwerk in Karlstadt wurde fertiggestellt und befindet sich aktuell im Produktionsanlauf. Seit März läuft der Testbetrieb und ab April ist die Aufnahme des regulären Fertigungsbetriebs vorgesehen. Damit verdoppelt Düker seine Emaillierkapazität.
Gut aufgestellt, mit einer soliden Kapitalausstattung und einer motivierten sowie gut ausgebildeten Belegschaft, blickt Düker optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen mahnt aber auch: „Das geringe Wirtschaftswachstum und aus unserer Sicht viel zu geringe Investitionen in die Wasser-Infrastruktur sind für uns natürlich problematisch. Als deutscher Hersteller benötigen wir an unseren Standorten im internationalen Vergleich wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Hier besteht in Deutschland weiterhin erheblicher Handlungsbedarf, vor allem bei Energiepreisen, Bürokratieabbau und der Schaffung von langfristiger Planungssicherheit durch stabile Rahmenbedingungen“, fordert Kraxner.