Funktionsbeschreibung
Der leere Ofen wird nach Einbringen des keramischen Bettmaterials auf dem wassergekühlten Rost ca. 45 Min. vorgewärmt. Nach dem Vorheizen wird der kokslose Kupolofen mit metallischen Einsatzstoffen und Schlackenbildnern beschickt.
Das heiße Rauchgas der mit Erdgas betriebenen Brenner durchströmt und überhitzt das Kugelbett und sorgt für eine intensive Vorwärmung der Gattierungssäule. Das Gichtgas wird danach in einem Gas-Lufttauscher gekühlt und mittels Trockenfilter gereinigt. Das Einsatzmaterial schmilzt, wird während der Berührung mit dem Keramikmaterial überhitzt und tropft in den Ofenherd. Im Siphon werden Schlacke und Eisen getrennt.
Durch diese Arbeitsweise beginnt das Schmelzen bereits mit der ersten Ofenfüllung. Ca. 15 Min. später fließt das erste Eisen aus dem Siphon in den elektrisch beheizten Überhitzer. Hier wird die gewünschte Eisentemperatur durch die elektrische Leistung und die Analyse durch Zugabe der entsprechenden Legierung eingestellt.
Der Schlackenanfall ist im Vergleich zum Kokskupolofen erheblich niedriger. Die erste Schlacke läuft erst ca. 2 Stunden nach Schmelzbeginn. Sie kann in Schlackenkübeln erstarren oder granuliert werden. Als Energieträger wird im kokslosen Kupolofen Erdgas (oder auch Heizöl) benutzt. Daher erfolgt kein Schwefelzubrand, Entschwefeln entfällt ganz. Das erschmolzene Flüssigeisen eignet sich daher besonders gut zur Herstellung von Sphäroguss. Der Einsatz von bis zu 40 % Stahlschrott zur Erzeugung von Flüssigeisen ist möglich.
Dieser kokslose Kupolofen ist nach einem Jahrzehnt Entwicklungsarbeit und nunmehr jahrelanger Erprobung als Produktionsaggregat eine zuverlässige und wirtschaftliche Schmelzanlage.

